Digitaler Pilot im Cockpit: Projekt A-PiMod mit dem deutschen Mobilitätspreis ausgezeichnet

Montag, 3. Juli 2017

 


Bildquelle: DLR

Einen digitalisierten Piloten im Cockpit mitfliegen lassen, der die realen Piloten im Flug berät - das ist die Idee des Projekts A-PiMod, das das Institut für Flugführung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit sieben weiteren Partnern aus Wissenschaft und Industrie erforscht hat. Am 28. Juni 2017 wurde A-PiMod in Berlin mit dem Deutschen Mobilitätspreis als Leuchtturmprojekt für intelligente Mobilität ausgezeichnet.

Crew-Mitglied aus dem Computer

Automatisierung im Cockpit ist heutzutage nicht mehr wegzudenken. Sie erfolgt aber meist aus technischen Gründen, der Zustand der Piloten wird dabei selten berücksichtigt. Hier entsteht eine komplexe Schnittstelle zwischen dem Piloten und der Automatisierung. Unfalluntersuchungen zeigen, dass Probleme an der Mensch-Maschine-Schnittstelle zu einem erheblichen Teil zu diesen Unfällen beitragen. Die neu entwickelte Cockpit-Architektur A-PiMod (Applying Pilot Models for Safer Aircraft), ein "Cockpit der Zukunft", verbessert die Kooperation zwischen Mensch und Maschine. "Dies geschieht, indem A-PiMod nicht nur den Flugzeugzustand und die Umgebungsbedingungen überwacht, sondern auch den Zustand der Piloten einbezieht", erklärt Dr. Andreas Hasselberg vom DLR-Institut für Flugführung. "Basierend auf den Blickbewegungen, Gesten und Eingaben der Piloten zieht das System Rückschlüsse auf ihre aktuellen Absichten, ihr Situationsbewusstsein sowie ihre Arbeitsbelastung." Diese Daten nutzt A-PiMod dazu, die Piloten situationsabhängig bestmöglich bei ihrer Arbeit zu unterstützen. "Das System geht auf die Piloten ein, macht ihnen Vorschläge und passt sich ihnen und der Situation an. Ähnlich einem guten menschlichen Teammitglied - quasi einem dritten Piloten", so Hasselberg weiter.

Zur vollständigen Pressemitteilung des DLR